05.11.2021

«Grün ist Herzblut. Das ist es, was Hydroplant ausmacht»

Pamela Förster ist Teamleiterin Produktion bei Hydroplant. Im Gespräch mit ihr wird schon nach wenigen Augenblicken deutlich: Die sympathische Frau sprudelt vor Lebensfreude und steckt ganz viel Leidenschaft in ihren Beruf. Uns hat sie mehr über ihre Motivation verraten, aber auch von ihrem Werdegang und ihren schönsten Highlights im Arbeitsalltag erzählt.

Pamela Förster, Sie sind bereits seit über 10 Jahren bei Hydroplant. Offenbar gefällt’s Ihnen hier?
Ja, ich mache meinen Job wirklich sehr, sehr gern. Jeder Tag ist anders und steckt voller neuer, spannender Herausforderungen. Das motiviert mich. Und die Arbeit im Team läuft super.

Erzählen Sie doch kurz von ihrem bisherigen beruflichen Werdegang…
Ursprünglich stamme ich aus Chile. Dort habe ich Forstingenieurwesen studiert. Als ich dann in die Schweiz kam, rieten mir gleich mehrere Personen in meinem Umfeld, mich bei Hydroplant zu bewerben. Schliesslich hat’s geklappt. Und seitdem bin ich im Hydroplant-Team.

«Als ich dann in die Schweiz kam, rieten mir gleich mehrere Personen in meinem Umfeld, mich bei Hydroplant zu bewerben.»

Wie haben Sie damals den Einstieg erlebt?
Inhaltlich war die Veränderung gar nicht so gross, wie man vielleicht denken mag. Ich arbeitete zuvor zwar mit grossen Bäumen und nun mit viel kleineren Pflanzen. Aber fachlich und handwerklich gibt es ganz viele Parallelen. Natürlich hatte ich zu Beginn etwas mit der neuen Sprache zu kämpfen, doch ich lernte sehr schnell. Zudem musste ich mich auch an die neue Kultur gewöhnen und anpassen. Heute bin ich überzeugt, dass ich auch wegen meines Hintergrundes eine super Ergänzung für das Team bin. Ich glaube, ich bringe eine gewisse Lockerheit rein, die alle spüren.

Was ist Ihre Funktion bei Hydroplant?
Ich bin Teamleiterin Produktion. Das bedeutet, ich bin zuständig für die Produktion der ganzen Vertikalbegrünung sowie für sämtliche Pflanzenbestellungen. Ich berate den Aussendienst bei Themen rund um den Pflanzenschutz und bin auch vor Ort bei grossen Installationen im Einsatz. Insbesondere dann, wenn es um grosse Vertikalbegrünungen geht. Schon als Verticalis vor vielen Jahren entwickelt und ins Leben gerufen wurde, war ich sehr stark involviert. Daher kenne ich so ziemlich jede Tücke des komplexen Produktes und erkenne mögliche Probleme sofort.

Gibt es eine Arbeit, die Ihnen am meisten Spass macht?
Ich habe grosse Freude daran, die Verticalis-Bilder mit Pflanzen zu bestücken. Dies ist eine sehr kreative, schöne Arbeit. Und es stecken viel Gärtnerarbeit, Fingerspitzengefühl und vor allem Geduld in jedem einzelnen Bild. Es dauert jeweils drei Monate von der Bepflanzung bis zur Auslieferung an den Kunden, denn die einzelnen Pflanzen müssen sich erst fest verwurzeln.

Wie viele verschiedene Pflanzen werden bei diesen Bildern normalerweise eingesetzt?
Aus Erfahrung wissen wir heute, welche Pflanzenarten sich optimal eignen. So sind es meist etwa zehn verschiedene Pflanzen, die wir einsetzen. Der Kunde kann individuelle Wünsche anbringen, beispielsweise ob er gerne ein paar Farbtupfer hätte oder ob er hängende Pflanzen mag. Und wir gestalten das Bild dann entsprechend. Die Basis ist dabei immer dieselbe.

Wie viele Pflanzenbilder werden jährlich von Hydroplant realisiert?
Ungefähr sechzig bis siebzig pro Jahr.

Was war bisher Ihr spannendstes Projekt, das Sie bei Hydroplant begleitet haben?
Das ist schwierig zu sagen. Es gab schon so viele interessante Aufträge, an denen ich mitwirken durfte. Was mir aber zweifellos noch lange in Erinnerung bleiben wird, sind die vier grossen Pflanzenwände, die wir für die Klinik Hirslanden realisiert haben. Das war eines der ersten Projekte, bei dem wir die vertikale Innenbegrünung im richtig grossen Stil umgesetzt haben. Das war eine riesige Herausforderung, aber auch wahnsinnig spannend für alle Involvierten.

Pflanzenbild und Pflanzenwand für die Herz­Kli­nik Hirslanden

Mehr zum Projekt

Was denken Sie, welchen Stellenwert hat echtes Grün heutzutage in unserer Gesellschaft?
Ich habe den Eindruck, dass die Leute sich immer mehr nach der Natur sehnen und gerne mit echtem Grün umgeben. Man hat durchaus Respekt vor der Natur, was sehr schön zu sehen ist. Erst kürzlich haben wir mitten in Zürich, am Limmatquai, eine grüne Installation montiert. Ich war mir ziemlich sicher, dass das Ganze schon in der ersten Nacht von Vandalen beschädigt wird. Aber nein, während der ganzen Zeit blieb die grüne Wand intakt. Und ich erhielt auch von jungen Leuten total positives Feedback. Das hat mich überrascht.

Beschreiben Sie Hydroplant in wenigen Worten!
Wissen Sie, was hier auf meinem Arbeits-Shirt steht, bringt es für mich perfekt auf den Punkt: Grün ist Herzblut. Das ist es meiner Ansicht nach, was Hydroplant ausmacht.

«Grün ist Herzblut. Das ist es meiner Ansicht nach, was Hydroplant ausmacht.»

Und was macht Sie selbst aus?
Ich bin so, wie ich bin. Natürlich, echt, offen, motiviert. Immer positiv. Denn ich bin einfach glücklich und zufrieden mit meinem Leben, obwohl – oder gerade weil ich sehr viel erlebt habe und auch mal kämpfen musste. Und ich bin jemand, der ein Projekt niemals nur halbherzig anpackt, sondern immer mit vollem Engagement bei der Sache ist. Meine Motivation ist es, immer das allerbeste aus jeder Situation rauszuholen.

Haben Sie eine Lieblingspflanze?
Ja, wie schon meine Mutter mag ich Rosen am liebsten. Weil sie einfach wunderschön sind mit ihren farbigen Blüten, ihren weichen Blättern und den spitzen Dornen. Und weil sie ganz viel aussagen können.

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